Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit – der erste Wurf

Was haben Quietsche-Enten mit einer Gliederung zu tun? Das verrate ich Ihnen am Ende dieses Artikels!

Gliedern ist Übungssache. Und ein bisschen abhängig vom Menschentyp. Ich bin ein recht strukturiert denkender Mensch und ich mag Sachen, die logisch “aufgehen“. Und das hilft ungemein, wenn ich mir die Gliederungen ansehe, mit denen Kunden mitunter kommen.

Da die Gliederung immer auch schon zumindest als grober Entwurf – in das Exposé soll, stehen viele von Ihnen früh vor der Herausforderung: “Was soll da rein und in welcher Reihenfolge?”

Das ist eigentlich gar nicht so schwer.

1) Am Anfang steht eine Einleitung (die ein bisschen so aussieht wie Ihr Exposé), am Ende Ihr Fazit
2) Dazwiwschen steht Text – Ihr Hauptteil.
3) Sie beginnen mit dem, was andere zum Thema Ihrer Arbeit gesagt haben. Was ist in der Literatur gesetzt? Zum Beispiel (s. Ausgangssituation und Problemstellung im Exposé) müssen Sie in einer Arbeit über den Klimawandel ein paar theoretische Grundlagen und Modelle dazu anbringen, mit denen Sie arbeiten wollen oder von denen Sie ausgehen. Das kommt in den Theorieteil.
4) Sie beschreiben Ihr Umfeld. Die Erde? Eine bestimmte Region? Eine experimentelle Testumgebung? Erzählen Sie dem Leser, was er wissen muss, um Ihren Gedanken folgen zu können.
5) Die Eigenleistung. Nun müssen Sie ja noch etwas eigenes erschaffen. Eine Meta-Analyse, eine Umfrage, Experteninterviews…? Dazu brauchen Sie einen Methodikteil, in dem Sie erklären, wie Sie vorgehen, einen Ergebnisteil, der zeigt, was Sie gefunden haben, und einen Analyse- und Diskussionsteil, der nun beweist, dass Sie denken können. Und zu Erkenntnissen gelangt sind.

Das sieht dann in etwa so aus:

1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Begriffe
2.2 Modelle
3 Umfeld
4 Untersuchung
4.1 Methoden
4.2 Ergebnisse
4.3 Diskussion
5 Fazit

Natürlich gibt es andere Arten, zu gliedern. Und auch Varianten hiervon (das letzte Wort hat immer der Betreuer), aber so haben Sie schon mal einen Ansatz, was Sie in welcher Reihenfolge anbringen.

Und die Quietscheentchen? Das ist eine tolle Methode aus der Informatik: Rubberduck Debugging – eigentlich erklärt man eine Ente den Code und findet so mit der geduldigen Zuhörerin die Fehler. Aber das geht auch mit der Gliederung: Stellen Sie der Ente vor, was Sie warum in welcher Reihenfolge machen. Wenn Sie hängenbleiben oder die Ente komisch guckt, müssen Sie was ändern!

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