Was tun in der Zwangspause vom Studium?

Gut, Pause trifft es nicht so ganz denn auch wenn allerorts die Hochschulen, Bibliotheken und andere studentische Räume geschlossen sind, gibt es ja dennoch genug zu tun!

Viele haben Abgabefristen, die ausgesetzt wurden. An der Hochschule, an der ich wissenschaftliches Arbeiten unterrichte, wurde alles auf Online-Formate umgestellt (vorher war es glücklicerweise schon blended learning das heißt, dass iwr schon viele Inhalte “aus der Dose” vorbereitet hatten). Es gibt bestimmt Input von eurer Hochschule und Aufgaben.

Was aber könnten Sie nun für anstehende Haus- oder Bachelor- oder Masterarbeiten tun, in dieser Zeit der sozialen Distanz (ich finde ja, physische Distanz und sozialer Umgang wäre schöner als Konzept)? Hier mal ein paar Vorschläge.

  1. Alles beginnt mit einem Plan: Zeitmanagement ist gerade in Zeiten von Home Office und Heimarbeit unfassbar wichtig. Kein Verdaddeln in Newsforen und aktuellen Artikeln, kein Versinken in sozialen Medien – besser ist es, sich eine gute To Do Liste zu machen (ich mag ja dafür gerne die App Chaos Control, aber auch OneNote oder tausend andere Tools inklusive Zettel und Stift eignen sich). Aus den To Dos wird durch Priorisierung und Zuordnung zu Tagen ein Plan. Das wird übrigens der nächste Blogbeitrag: Zeitmanagement!
  2. Themen recherchieren: Wer vor einer wissenschaftlichen Arbeit steht (wer das nicht tut, liest vermutlich nicht meinen Blog), kann die Zeit nutzen und Artikel in Fachzeitschriften und online Datenbanken in Ruhe durchsehen, was es Interessantes gibt. Vielleicht fehlt ja noch die zündende Idee zu einem Thema oder im Detail der Ansatz einer Forschungsfrage. Hier können Sie schauen, was schon betrachtet wurde und was noch übrig ist (darauf wird übrigens auch ab und an in der Conclusion verwiesen, also Abstract, Results und Conclusion sind neue beste Freunde und sie husten auch nicht).
  3. Methodik vorbereiten: Selbst wenn es schon ein Thema gibt, wissen einige nicht, wie sie da näher rangehen sollen. Jetzt ist Gelegenheit, gründlich abzuwägen und sich dazu zu informieren, warum die eine oder andere Methode die richtige ist und wie das dann geht. Dazu hab ich mal ein übersichtliches Buch geschrieben (Wissenschaftlich Arbeiten für Wirtschaftswissenschaftler), in dem genau beschrieben ist, was sich wofür eignen (qualitativ, quantitativ und Mixed Methods) und in welcher Reihenfolge was (Erhebung, Aufbereitung, Auswertung) passieren sollte. Das ist auch für Nicht-Wiwis sicherlich erhellend.
  4. Technik einrichten. Einerseits findet nun vieles digital statt, also schautén Sie mal, ob vorhandene Mikros und Webcam für eventuelle Treffen in Skype, Teams, Zoom und was es sonst so gibt geeignet sind. Da jetzt die Zeit der Telefon-Intervies kommen wird, ist es sicherllich sinnvoll, eine App auf dem Handy zu haben, die zuverlässig und verständlich aufzeichnet (Voice Recorder, beispielsweise). Auch für online Fragebögen braucht es etwas Vorlauf, um alles einzurichten (in der Facebook-Gruppe “Stressfrei wissenschaftlich Arbeiten” baue ich gerade eine neue Lektion zum empirisch Arbeiten auf, da gibt es eine Checkliste mit den gängigen Befragungs-Portalen).
  5. Bücher lesen geht immer: Wer mich kennt, weiß, dass ich auch Dummies-Bücher schreibe, zum Beispiel “Die erfolgreiche Abschlussarbeit für Dummies” oder “Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit Word für Dummies“). Darin findet man alles, was  zum Start in die Arbeit wichtig ist, wenn noch nicht viele Vorkenntnisse da sind, bzw. wie eine Arbeit zu Formatieren ist (übrigens das Thema im März in der o.g. Gruppe mit eigenen Lektionen).

Schaut mal bei Facebook vorbei, da teile ich in der Gruppe und auf der WeKnow-Seite Angebote, die es aktuell für Studierende gibt! Ansonsten #stayathome – aber geht mal raus, einzeln, mit viel Abstand, aber regelmäßig, um keinen Koller zu bekommen, Das hier wird uns alle als Gemeinschaft noch eine Weile beschäftigen, fürchte ich. Bleiben Sie gesund!

p.s. das Foto zeigt, was ich so mit der Zeit zuhause mache: Gemüse vorziehen. Das macht Hoffnung und Mut und zeigt, dass es eine Zeit “danach” geben wird.

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