Was tun mit dem inneren Schweinehund?

Wuff.

Kennen Sie den Film “Rosenkrieg”? 1989 – ist also nicht schlimm, wenn nicht. Kathleen Turner und Michael Douglas streiten sich bis aufs Messer. Es gibt sogar einen ziemlich aktuellen Blogbeitrag über die Eskalationsstufen auf https://sturmer.at/rosenkrieg, sehr hübsch beschrieben für alle, die das tiefenpsychologisch interessiert.

Und was es mit Selbstmanagement zu tun hat? Ganz einfach: Es kommt ein Hund vor. Naja, der ist dann weg, wird während des Essen vermisst und scheint das Essen zu sein. Wuff.

An dieser Stelle: Ich liebe Hunde und habe selbst welche – also die Einleitung ist nur zum Zwecke der Betrachtung einer bestimmten Spezies Hund gedacht: dem inneren Schweinehund. Wenn man den auch so einfach kochen und essen könnte und dann wäre er weg!

Tierschutzrechtlich vertretbarer ist der Absatz, den inneren Schweinehund – wie jeden anderen Hund auch – zu erziehen, oder wie es im Titel des passenden Dummies Buchs heißt: zu bändigen. Denn JEDE/R hat einen solchen Hund. Er wacht immer eine Sekunde früher auf als man selbst, schaltet den Wecker schneller auf Snooze als man denken kann, findet das Handy eine ideale Begleitung für den ersten Kaffee am Morgen (oder die erste fünf Kaffees) und ist Allergiker, was Pläne und Ziele betrifft.

Um dem zu begegnen gibt es Tricks und Kniffe und davon möchte ich Ihnen gerne eine Auswahl vorstellen (mehr finden Sie natürlich im Buch “Den inneren Schweinehund bändigen für Dummies“):

Setzen Sie Ihre Ziele SMART: Wenn Sie sich etwas vornehmen, dann sollte es

  • spezifisch (klar und detailliert, so dass Sie sich etwas darunter vorstellen können)
  • messbar (so dass Sie erkennen können, ob Sie es erreicht haben oder auch zu welchem Anteil Sie erfolgreich waren)
  • attraktiv (Sie müssen es wollen! also formulieren Sie positiv)
  • realistisch (Sie wissen schon: nicht: nächste Woche die Hausarbeit und dann in den 4 Wochen drauf die Bachelor Thesis. Das klappt nicht)
  • terminiert (setzen Sie sich verbindliche End- und Zwischendaten, zu denen Meilensteine oder das ganze Ziel erreicht sein sollen)

sein. Das erfordert eine klare Auseinandersetzung damit, wo Sie eigentlich hin wollen, und einen Plan – und das ist häufig schon die halbe Miete.

Nutzen Sie dabei die WOOP-Methode:

  • In diesem Fall starten Sie mit Ihrem Wunsch (wish), was erledigt sein soll.
  • Dann definieren Sie wieder, was eigentlich Ihr Ergebnis (outcome) sein soll.
  • Das nächste “O” steht für obstacle, also Hindernisse, die Sie erkennen und benennen sollen, so dass es Ihnen gelingt, sie ans Licht zu ziehen und aufzulösen.
  • P ist der Plan, mit dem Sie jedes einzelne Hindernis bezwingen können.

Insgesamt ist es hilfreich, den Blick nicht auf all das zu lenken, was Sie nicht können (das können Sie ja lernen), sondern sich auch einmal klarzumachen, was Ihre bisherigen Erfolge waren. Wo liegen Ihre Stärken, was haben Sie bereits erreicht, womit können Sie anderen helfen,

Erstellen Sie Listen – und nutzen Sie sie auch. Checklisten eigene sich dafür, Ihre immer wieder auftauchenden Hindernisse anzugehen. Seien Sie  ehrlich – eigentlich kennen Sie sich doch schon ganz gut. Sie wissen, dass Sie dazu neigen, sich in der Recherche zu verlieren? Nehmen Sie sich ein neues Tool vor (zum Beispiel eine Mindmap) und testen Sie eine Woche lang konsequent, ob sich ein Haken an das Problem machen lässt. Listen eigene sich auch für Pläne: Schreiben Sie alles auf, was ansteht, dann werden die Aufgaben priorisiert und einzelnen Zeitfenstern zugeordnet – aber das ist schon Zeitmanagement (eng verwandt mit Selbstmanagement, aber eben nicht dasselbe!)

Üben Sie – Sie müssen nicht perfekt sein! Studieren hat immer etwas mit lernen zu tun – und das bedeutet automatisch, dass Sie nicht alles von Anfang an können sollen und müssen. Selbst- und Zeitmanagement, wissenschaftlich schreiben, systematisch lesen, vernünftig zitieren… all das sind Fähigkeiten und Kompetenzen, die Sie sich aneignen können und di Sie üben müssen, um darin besser zu werden. Sie kennen sicher den alten Spruch “Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen”. Auch kein Bachelor oder Master. Das ist Arbeit und manchmal mühevoll, aber ich hoffe ich kann Ihnen ein paar Tipps geben, um darin erfolgreicher zu werden.

#Buchtipp:

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